Essen und Trinken

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln

Wechselwirkungen können nicht nur zwischen Medikamenten auftreten, denn auch Nahrungsmittel enthalten zahlreiche Inhaltstoffe, die die Wirkung von Medikamenten beeinflussen können.

Medikamente sollten deshalb grundsätzlich mit Wasser eingenommen werden.

Grapefruitsaft oder Pampelmusensaft kann den Wirkstoff von einem Medikament im Körper gefährlich ansteigen lassen. In diesen Früchten befinden sich bestimmte Substanzen, die ein wichtiges Enzym im Körper blockieren. Der „Grapefruit-Effekt“ hält nach einem Glas Saft bis zu 24 Stunden an. In dieser Zeit können dann auch verstärkt Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten.

Bei folgenden Medikamenten ist eine verstärkte Wirkung durch Grapefruitsaft bekannt:
- Medikamente gegen Angst, Depressionen
- Medikamente gegen hohen Blutdruck, HIV/AIDS
- Medikamenten gegen Krebs, Herzrhythmusstörungen
- Antibiotika
- Neuroleptika / Antipsychotika
- Viagra u.Ä.
- Medikamente gegen Angina pectoris
- Antiepileptika
- Medikamente gegen gastrointestinalen Reflux
- Cholesterinsenker
- Immunsupressiva

Weitere Medikamente werden noch erforscht. Solange man keine Medikamente einnehmen muss, ist der Verzehr von Grapefruit natürlich vollkommen unbedenklich. Orangen und Zitronen enthalten diese blockierenden Substanzen jedoch nicht.

Wechselwirkungen können auch bei folgenden Kombinationen auftreten:

Alkohol <---> Beruhigungs- und Schlafmitteln
Milch, Joghurt, Käse <---> Antibiotika
Salat, Spargel & Spinat <---> Blutverdünnern
Kaffee, Tee, Cola <---> Antibiotika


Quellen:
http://www.gesundheit.de/medizin/behandeln/grapefruitsaft-laesst-pillen-staerker-wirken/
http://focus.msn.de/D/DG/DGB/DGB12/dgb12.htm

Lecithin - eine neue Hoffnung?

Zum Thema Lecithin gibt es eine neue klinische Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Die Wissenschaftler gehen dabei davon aus, dass bei Colitis ulcerosa die Schleimschicht auf den Darmzellen nicht mehr ausreichend Schutz vor Bakterien oder anderen Entzündungsauslösern bietet. Ein Teil vom Lecithin ist ein wichtiger Baustein in dieser schützenden Schleimschicht.

Ganz genau handelt es sich um Phosphatidylcholin, welches man auch zu 20-25% in Pflanzenlecithin findet. Gerade Betroffene mit Colitis ulcerosa haben laut der Studie von diesem speziellen Fett weniger zur Verfügung. Allerdings wurde das Phosphatidylcholin in den Studien in einem Präparat künstlich verpackt, so dass es erst im unteren Dünndarm freigesetzt wurde.

Die Wirkung soll dabei so effektiv wie Kortison sein, jedoch keine Nebenwirkungen zeigen. Immerhin führten die Tests bei fast 90% der Patienten zu einem Erfolg und bei 60% zu einer vollständigen Remission.

Bei der Ernährung spielt Lecithin im Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Die notwendige Menge wird normalerweise mit einer ausgewogenen vollwertigen Mischkost aufgenommen.

Die zusätzliche Aufnahme von Phosphatidylcholin als Nahrungsergänzung kann jedoch bei CED sinnvoll sein.

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Quellen:
http://www.dccv.de/news/article1058.html

http://www2.lifeline.de/yavivo/GesundesLeben/05Ernaehrung/10Magazin/10Lebensmittel/Lecithin.html

Kortison und Vitamine

Es ist allgemein bekannt, dass die langfristige Einnahme von Kortison zu Osteoporose führen kann, weil die Kalziumaufnahme gehemmt wird. Interessant ist jedoch auch, dass durch das Kortison der Vitamin-C und Vitamin-B6-Spiegel gesenkt wird. Beide Vitamine sind wichtige Bausteine für die Spannkraft der Haut und das Stützgerüst der Knochen.

Beim Vitamin B6 bestehen direkte biochemische Verknüpfungen mit anderen Vitaminen der B-Gruppe. Zudem steuert es den nichtoxidativen Stoffwechsel der Aminosäuren und greift z.B. in den Tryptophanstoffwechsel ein.

Tryptophan ist wiederum ein wichtiger Baustein für die Bildung vom Glückshormon Serotonin, welches direkt im Gehirn hergestellt wird. Depressionen werden z.B. oft mit einem dauerhaft niedrigen Serotonin-Spiegel in Verbindung gebracht.

Vitamin B6 - Pyridoxin (wasserlöslich)
...unterstützt das Immunsystem durch Antikörper zur Erkennung von Fremdkörpern. Ein Mangel zeigt sich durch ein schlechtes Hautbild mit übermäßig aktiven Talgdrüsen, rissige Mundwinkel, Müdigkeit, Menstruationsstörungen, Darmbeschwerden, Nerven- und Muskelstörungen.

Bei einer Überdosierung durch die Einnahme in Tablettenform über längere Zeit, kann sich Vitamin B6 im Gewebe ablagern und zu Nervenschäden führen. Erhöhter Bedarf besteht bei körperlicher und seelischer Belastung, vor der Menstruation, bei hoher Eiweißzufuhr oder Alkohol, in der Wachstumsphase, bei Einnahme von der Antibabypille und bei der Einnahme von Kortison.

Häufiges Vorkommen von Vitamin B6:
Weizenkeime, Fisch, Vollreis, Fleisch, Avocado, Bananen, Vollkornprodukte, Kartoffeln, grüne Bohnen, Blumenkohl, Karotten


Vitamin C - Ascorbinsäure (wasserlöslich)
...stärkt das Immunsystem und wird für den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zahnschmelz benötigt. Es begünstigt die schnelle Heilung von Knochenbrüchen und Wunden, ist ein Gegner der Freien Radikalen, stabilisiert die Psyche, sorgt für die Produktion von "Glückshormonen", schützt Biostoffe, fördert die Eisenverwertung um bis zu 300%, gelangt besonders schnell ins Blut.

Eine Unterversorgung macht sich schnell als Frühjahrsmüdigkeit (unabhängig von Jahreszeit), Abwehrschwäche gegen Infektionen, schlechte Wundheilung, Kopfschmerzen, Appetitmangel oder Leistungsschwäche bemerkbar.

Zu viel Vitamin C in Pulver- oder Tablettenform kann Übelkeit, Erbrechen, Harnsteine hervorrufen, ab 10g Ascorbinsäure täglich können Durchfälle auftreten.

Erhöhter Bedarf besteht für Raucher, schwangere und stillende Frauen, bei seelischem und körperlichem Stress, für ältere Menschen, bei Diät, Alkoholkonsum, bei Einnahme von Antibabypille, Antibiotika, Antirheumatika, Chemotherapie, Kortison, Magensäure senkende Medikamente, Schmerzmittel, Schlafmittel.

Häufiges Vorkommen in Hagebutten, Acerolasaft, schwarze Johannisbeere, Peperoni, Fenchel, Broccoli, Rosenkohl, Kiwi, Orange, Zitrusfrüchte allg., Weißkohl, Blumenkohl, Grapefruit, Stachelbeeren, Erdbeeren, Spinat, Rettich, Radieschen, Tomaten.

Verwendete Quellen:
http://www.tee.org/BHSD/VitaB6.html
http://www.zogg.ch/gesund/gesund1.htm
http://www.fitimalltag.de/glueck.htm

Fette und Öle

...haben bei entzündlichen Vorgängen eine große Bedeutung.
Allgemein werden Entzündungen durch die Bildung von Entzündungsfaktoren, den sogenannten Eicosanoiden (Thromboxan A2, Prostaglandin E2, Leukotrien B4) ausgelöst, die aus der Fettsäure Arachidonsäure gebildet werden. Je weniger Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, desto weniger Entzündungsmediatoren können gebildet werden.

Nur tierische Lebensmittel (vor allem Schweineschmalz, Schweineleber, Eigelb, Thunfisch und Schweinefleisch)
enthalten diese Fettsäure, d.h. optimal wäre eine vegetarische Kost bzw. eine Einschränkung des Fleisch- und Wurstkonsums. Bei "normaler Kost" werden etwa 200-400mg/Tag, bei einer vegetarischen Ernährung nur ca. 50mg Arachidonsäure pro Tag aufgenommen.

Die Aufnahme von Arachidonsäure kann man mit Omega 3 Fettsäuren etwas hemmen. Deshalb haben Omega 3 Fettsäuren auch eine gute entzündungshemmende Wirkung. Viele davon findet man nicht nur in Fischöl, sondern in wesentlich größerer Menge in hochwertigem Rapsöl, Leinöl, Weizenkeimöl, Walnussöl und Sojaöl.

Rapsöl ist zudem auch zum Braten gut geeignet, wobei der Vorgang des Kochens weitgehend schonender ist!

Generell sollte man kaltgepresste Öle nicht stark erhitzen. Olivenöl ist z.B. nicht zum Braten geeignet, für Salate jedoch sehr wertvoll.

Quelle: http://www.ernaehrung.de/tipps/rheuma/rheuma11.htm

Gemüse und Obst

...kommt am besten frisch aus dem eigenen Garten, frisch aus der eigenen Region oder frisch und gut erhalten aus dem Tiefkühlregal.

Grundsätzlich ist auf die individuelle Verträglichkeit, die immer mal schwanken kann, zu achten.

Obst und Gemüse sollten nach Möglichkeit nur wenig zubereitet, gekocht und möglichst als „lebendes Lebensmittel“ gegessen werden. (fettlösliche Vitamine können nur in Verbindung mit Fett/Öl optimal aufgenommen werden)

Wertvolle bioaktive Substanzen findet man dort, wo das Leben entsteht. Selbst gezogene Sprossen und Keimlinge beinhalten wertvolle Enzyme, Vitamine, zahlreiche lebensnotwendige und heilende Stoffe in hoher Konzentration.

Mit frischen Sprossen und Keimlingen kann man somit jedes Essen und zu jeder Jahreszeit mit frischen Vitaminen und Wirkstoffen anreichern.

Gewürze

Viele Gewürze haben eine entzündungshemmende Wirkung. Wer seinem Essen regelmäßig die richtige Würze gibt, der macht seine Nahrung zur Medizin. Ein Gewürzaroma beruht nicht auf einem einzelnen Inhaltsstoff, sondern setzt sich aus zahlreichen, oft mehr als hundert unterschiedlichen Einzelkomponenten zusammen. Besonders sind natürliche Gewürze aus biologischem Anbau zu empfehlen.

Eine gute entzündungshemmende und beruhigende Wirkung haben z.B. folgende Gewürze: Oregano, Kreuzkümmel (Kumin), Petersilie, Ingwer

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